Artikel in der Badischen Zeitung vom 27.12.2014        (Roswitha Frey):


    Die Musikerinnen Martina Gschwind und Alisha Stöcklin vom Duo „Reset“ begeisterten die Zuhörer in der Galerie am Brühl in Gresgen mit eigenen Liedern und Coversongs aus Pop, Folk und Country. Foto: Roswitha Frey
Die Musikerinnen Martina Gschwind und Alisha Stöcklin vom Duo „Reset“ begeisterten die Zuhörer in der Galerie am Brühl in Gresgen mit eigenen Liedern und Coversongs aus Pop, Folk und Country. Foto: Roswitha Frey






















ZELL-GRESGEN (ros). Diese beiden jungen Musikerinnen sind ein echter Geheimtipp: Alisha Stöcklin und Martina Gschwind, die als Zwei-Frauen-Band "Reset" unterwegs sind, bezauberten die Zuhörer bei ihrem Konzert in der Galerie am Brühl in Gresgen mit eigenen Songs und Coverversionen von Titeln aus Folk, Pop, Rock und Country.

 

Liesa Trefzer-Blum hatte das Duo aus Basel zur musikalischen Finissage ihrer Ausstellung "Was mich bewegt" eingeladen, weil ihr der grenzüberschreitende Austausch wichtig ist. Besonders freute sie sich, dass Zells Bürgermeister Rudolf Rümmele unter den Zuhörern war und so auch von "politischer Seite" die künstlerische und kulturelle Arbeit in der Gresgener Galerie Beachtung findet.

 

Alisha Stöcklin, die eine Hälfte des Duos Reset, hat in Basel den lange eingeschlafenen Tag der Poesie wieder belebt, außerdem hat sie ein Poesie-Telefon eingerichtet und einen Poesie-Kalender herausgebracht. "Dass sich junge Leute für Lyrik einsetzen und so ein Nischen-Thema wieder ins Zentrum, in die Stadt holen, finde ich ganz toll", sagte Liesa Trefzer-Blum, die selbst auch Lyrikerin ist. Zwischen den Songs von "Reset" trug sie, passend zum Klang und Inhalt der Musik, einige eigene Gedichte vor.

Seit vier Jahren machen die 24-jährige Alisha Stöcklin und ihre Duopartnerin, die 23-jährige Martina Gschwind, zusammen Musik, im nächsten Jahr planen sie ihre erste CD.

 

Zu ihrem Sonntagsauftritt in Gresgen hatten sie "einen wilden Mix durch die Musikgeschichte" mitgebracht: eigene Lieder und Coversongs in originellen Arrangements. Mit ihren wunderschönen, klaren, ausdrucksvollen Stimmen und einem ganzen Arsenal von Instrumenten, zwei Gitarren, Geige, Cajon, Banjo, Mundharmonika und sogar Trompete, begeisterten die Musikerinnen ihr Publikum restlos. Sei es in dem Pop-Folk-Titel "I had a Hammer" von Peter, Paul & Mary oder in dem melancholisch angehauchten Song "When I go" von Dave Carter und Tracy Grammer, begleitet von Violine und Gitarre – stets berührten der gefühlvolle, melodiöse Gesang und das frische, inspirierte Spiel von "Reset".

Auch im Country-Genre fühlen sich die jungen Sängerinnen und Musikerinnen hörbar wohl, so interpretierten sie Hank Williams’ "Country Heroes" sehr einprägsam im Gesang und im Sound, auf einem alten Banjo, was echt cool klang.

 

Die beiden Musikerinnen brachten auch mit Eigenkompositionen in den Zuhörern etwas zum Schwingen. So in dem Lied, in dem sie sich über Lebenspläne, Träume und Wünsche von einem Piraten-Leben Gedanken machen und merken: Traum und Realität sind zweierlei Paar Schuh. Oder in dem Lied "Weltuntergang": "Lass uns kämpfen um das Leben, weiter gehen auf neuen Wegen – ohne Luxus, Geld und Macht". Ihr jüngstes selbst geschriebenes Lied "The Good, The Bad and The Ugly" ging über in eine poppige Version des Spirituals "Go down Moses". Und als Dank für den großen Beifall sang das stimmstarke Duo noch das amerikanische Weihnachtslied "The Little Drummer Boy" über einen armen Jungen, der für das Jesuskind Trommel spielt – bewegend, gefühlvoll und intensiv.

 

Die Zuhörer klatschten begeistert, und für Liesa Trefzer-Blum war diese Konzertmatinee "die Krönung eines bewegten Jahres".

Matthyas Jenny schrieb nach unserem Auftritt am 14.04.2012 im Kleinen Literaturhaus an der Bachlettenstrasse 7 unterhalb der kleinsten (und feinsten) Buchhandlung von Basel:


 „Wenn ein altes stummes Haus, aus dem fröhliches Lachen vor Jahren starb, plötzlich mit jungem Leben, Stimmen und Musik erfüllt wird und dies bis in die Morgenstunden, dann war es die Zweifrauenband RESET mit Alisha Stöcklin und Martina Gschwind aus Therwil die gestern hier im Kleinen Literaturhaus Basel aufspielten. Gitarrenklänge, glockenhelle Stimmen... die älteren Zuhörer gingen alle etwas melancholisch gestimmt nach Hause... "Süsser Vogel Jugend" (Tennessee Williams) flattert und singt in den älteren und alten Seelen...“

 

(Matthyas Jenny, 15.04.2012)

In der Juni Ausgabe (Nr. 3/2012) des Neubad Magazins schrieb Christian Wehrli anlässlich unseres Auftrittes im Kleinen Literaturhaus (14.04.2012) folgenden Bericht: